Manual [PDF] (40 pages)
- Updated: 26.07.2026
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5379 1
Bremsentlüftungsgerät BEG 210
Zařízení na odvzdušnění brzd BEG 210
Bremseudlufter BEG 210
Remontluchtingsapparaat BEG 210
Brake bleeding device BEG 210
Purgeur de frein BEG210
Ureôaj za odzracivanje kocnica BEG 210
Féklégtelenítő készülék BEG 210
Urządzenie do odpowietrzania hamulców typ BEG 210
Equipamento de purga de ar de travões BEG 210
Zariadenie na odvzdušnenie bŕzd BEG 210
Naprava za prezračevanje zavor BEG 210
Equipo de purga de aire BEG 210
Bromsluftare BEG 210
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Bremsentlüftungsgerät BEG 210
GER
Allgemeines
Das neue elektrische Bremsentlüftungsgerät entspricht dem neusten Stand der Technik auf dem Gebiet der
Wartung von hydraulischen Bremsanlagen und Kupplungsbetätigungen. Diese Arbeiten kann ein Monteur
selbständig durchführen (was den Anforderungen entspricht).
Für alle ABS-Anlagen und hydraulische Kupplungen geeignet.
Das Gerät ist sehr stabil gebaut und kann universell verwendet werden. Die Handhabung des Gerätes ist sehr
einfach.
Es ist jeder Monteur, der mit dem Gerät arbeitet, am Gerät einzuweisen. Die Verwendung des Gerätes ist ihm
in Form einer Bedienungsanweisung vorzugeben.
Durch die Verwendung eines standardisierten Bremsflüssigkeitsgebindes können mehrere Bremsflüssigkeits-
Wechselvorgänge ohne Nachfüllen durchgeführt werden. Das Gerät wurde nach erforderlichen gesetzlichen
Kriterien geprüft und trägt folgende Prüfzeichen:
Für diesen Geräte-Typ liegt die erforderliche Konformitätsbescheinigung vor!
Wichtig!
Verschmutzte und wasserhaltige Bremsflüssigkeit kann zum Ausfall einer hydraulischen Bremsanlage führen.
Aus diesem Grund nur Bremsflüssigkeit aus den original-abgefüllten Bremsflüssigkeitsgebinden verwenden.
Die hygroskopische Eigenschaft der Bremsflüssigkeit fördert die Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft. Der
Siedepunkt der Bremsflüssigkeit wird durch die Feuchtigkeit gefährlich herabgesetzt.
Der Bremsvorgang verursacht in der Bremsanlage hohe Temperaturen, dadurch entstehen in einer mit Feuch-
tigkeit durchsetzten Bremsflüssigkeit Siedeperlen, die unter Umständen einen weiteren Bremsvorgang unmög-
lich machen.
Korrosion innerhalb der Bremsanlage wird durch elektrolytische Vorgänge wasserhaltiger Bremsflüssigkeit
verursacht.
Siedeperlen oder Luftbläschen haben aber die Korrosion schon in sich, da die Luftblasen Sauerstoff mit sich
führen.
Es wird daher empfohlen, jedes Jahr bzw. alle 15.000 km die Bremsflüssigkeit in hydraulischen Bremsanlagen
durch neue Bremsflüssigkeit zu ersetzen.
Beim Wechseln der Bremsflüssigkeit in hydraulischen Anlagen stets mit der neuen Bremsflüssigkeit die alte
Bremsflüssigkeit aus der Anlage drücken.
Inbetriebnahme
1. Den kompletten Kunststoff-Verschluss am Bremsflüssigkeitsgebinde (Blechkanister) vollständig entfernen.
Danach die Hydrauliksaugarmatur in das Bremsflüssigkeitsgebinde einführen.
2. Anschließend den Dichtkonus auf das Bremsflüssigkeitsgebinde drücken. Zur Sicherung wird der
Dichtkonus mittels rotem Halter auf den Kanister gedrückt. Dazu wird der rote Halter über dem Konus
zwischen den Rohren
der Saugeinheit durchgeführt und über die Schrauben in den beiden Langlöchern fixiert.
3. Das Elektro-Zuleitungskabel an Stromanschluß mit ordnungsgemäß angelegter Steckdose anschließen
(230 V).
4. Um einen blasenfreien Bremsflüssigkeitsdurchfluss zu gewährleisten, ist eine Entlüftung der leeren Armatur
nach jedem Bremsflüssigkeitsgebindewechsel notwendig. Dazu den Füllschlauch (Schnellkupplung) auf
den am Gerät angebrachten Stecknippel aufstecken. Danach muß das Gerät ca. 30 Sekunden auf
Durchlauf eingeschaltet werden. Anschließend Gerät ausschalten und die Schnellkupplung vom
Stecknippel abkuppeln.
Das Gerät ist jetzt betriebsbereit!
5. Adapter am Ausgleichsbehälter des Hauptzylinders druckdicht montieren und Füllschlauch-
Schnellkupplung auf den Stecknippel des Adapters kuppeln.
6. Gerät am Elektro- Ein/Ausschalter einschalten. Schalterstellung ist somit auf
1. Das Arbeitsdruckmanometer zeigt dann 2 bar an. Soll dies nicht der Fall sein, so muß am
Druckminderer mittels der Regulierdrehkappe der richtige Arbeitsdruck eingestellt werden.
7. Entlüftungs- bzw. Bremsflüssigkeitswechsel - Vorgang ordnungsgemäß durchführen.
Unbedingt die vom jeweiligen Hersteller angegebenen Vorgehensweise beachten. Dies gilt ganz
besonders beim Entlüften von Fahrzeugen mit ABS-Anlagen.
8. Nach dem Entlüftungs- oder Bremsflüssigkeitswechsel Ein/Ausschalter ausschalten (Stellung 0). Dadurch
wird der Restdruck im Füllschlauch abgebaut und es kann somit ohne Verspritzen von Bremsflüssigkeit der
Füllschlauch am Ausgleichsbehälter entkuppelt werden.
9. Adapter abschrauben und dann Original-Bremsflüssigkeitsdeckel auf den Ausgleichsbehälter wieder
montieren.
Ersatzteile für FÖRCH Bremsentlüftungsgerät BEG 210
Füllschlauch kpl.
Elektro-Zuleitungskabel
Arbeitsdruckmanometer
Schnellkupplung für Füllschlauch
Hydrauliksaugarmatur
Elektro-Ein/Ausschalter kpl.
Stecknippel für Geräteentlüftung
Druckminderer
ACHTUNG!
Nach dem Entlüften mit niedrigeren oder höherem Arbeitsdruck den Druckminderer unbedingt wieder auf
2 bar Arbeitsdruck einstellen.
Niederdruck-Dichtheitsprüfung
Mit dem FÖRCH Bremsentlüftungsgerät BEG kann auch eine Niederdruckprüfung an hydraulischen
Bremsanlagen durchgeführt werden. Das Gerät bleibt mittels eines Entlüftungsstutzen am Ausgleichsbehälter
angeschlossen. Hierbei ist zu beachten, daß sämtliche Entlüfterschrauben geschlossen sein müssen. Das
Bremssystem wird mit dem Arbeitsdruck des Gerätes beaufschlagt (2 bar). Durch das Herausdrehen des
Handrades am Druckminderer wird der Druckminderer geschlossen. Der auf dem Manometer angezeigte
Arbeitsdruck darf innerhalb von 5 Minuten nicht abfallen. Fällt der Arbeitsdruck innerhalb der Prüfdauer ab,
liegt eine Undichtheit in der Bremsanlage vor.
Wann muß das Gerät neu befüllt werden?
Das Gerät schaltet automatisch bei einer Restmenge von ca. 0,3 l Bremsflüssigkeit den Motor mit Pumpe ab.
Dadurch ist gewährleistet, daß keine Luft angesaugt und in das Bremssystem gepumpt wird. Als zusätzliche
Kontrolle leuchtet eine rote Kontrolleuchte auf. Jetzt muß das leere Bremsflüssigkeitsgebinde gegen ein volles
Bremsflüssigkeitsgebinde ausgetauscht werden. Das Gerät sollte nach Möglichkeit hierbei ausgeschaltet sein.
Bitte beachten Sie dann den Punkt 1 bis 4 unter der Rubrik "Inbetriebnahme".
Ratschläge und Tipps
Einige praktische Ratschläge und Tipps für wirkungsvolles Entlüften einer hydraulischen Brems- oder upp-
lungsanlage.
* Nachdem das FÖRCH Bremsentlüftungsgerät mittels einem Adapter am Ausgleichsbehälter angeschlossen
wurde, beginnt die Entlüftungs- bzw. Bremsflüssigkeitswechselarbeit.
* Entlüftervorgang nach Fahrzeughersteller-Angaben durchführen.
* Um eine bessere Kontrolle der ausströmenden Bremsflüssigkeit (Sauberkeit) und eine exakte Ermittlung der
verbrauchten Bremsflüssigkeit zu erhalten, empfehlen wie unsere Auffangflasche zu verwenden (im
Lieferumfang bereits enthalten).
* Bei einer vollständigen Neufüllung der Bremsanlage ist es vorteilhaft, wenn sämtliche Entlüfterschrauben
geöffnet sind. Die Bremsflüssigkeit schiebt die Luft vor sich her. Da die Entlüftungsschrauben geöffnet sind,
geht die Luft den Weg des geringsten Widerstandes und entweicht sofort, ohne Gegendruck und ohne die
Möglichkeit zur Vermischung zu erhalten. Wenn klare, saubere Bremsflüssigkeit an der Entlüftungsschraube
auszutreten beginnt, wird die Entlüftungsschraube Rad für Rad mit der Hand angedreht. Ist dieser
Arbeitsvorgang beendet, wird die Entlüftungsschraube wieder fest angezogen.
* Wir empfehlen, während des Entlüftungs- und Bremsflüssigkeitwechsel-Vorgangs das Brems- oder
Kupplungspedal einige Male langsam vollständig zu betätigen, um somit zu gewährleisten, daß die
Ringräume zwischen Primär- und Sekundärmanschetten auch von neuer Bremsflüssigkeit durchströmt und
eventuell noch anhaftende Luftblasen im Zylinder losgelöst werden.
* Bei Bremsanlagen mit Festsättel ist für den Wechsel der Bremsflüssigkeit eine größere Flüssigkeitsspül-
menge erforderlich, um zu gewährleisten, daß auch in den nicht direkt durchströmten Gehäusedeckel-Teilen
der Festsättel ein entsprechender Austausch der Bremsflüssigkeit stattfinden kann. Hierbei ist unbedingt
darauf zu achten, daß in Festsätteln mehrere Entlüftungsventile vorhanden sein können. Sämtliche
Entlüfterventile müssen nacheinander entlüftet werden.
* Bei Fahrzeugen mit lastabhängigen Bremskraftregler kann bei entlasteten Achsen (Fahrzeug befindet sich
auf einer
2-Säulen-Hebebühne) der hydraulische Durchgang zu den an den Regler angeschlossenen Radbremsen
gesperrt sein. Um eine einwandfreie Entlüftung bzw. einen einwandfreien Bremsflüssigkeitswechsel zu
gewährleisten, sollte eine Belastung der Achsen erfolgen. Dazu sind die Daten des jeweiligen Fahrzeug-
herstellers zu beachten.
* Zum Entlüften und Befüllen von hydraulischen Kupplungsanlagen wird der Kupplungsentlüfteranschluss 67
empfohlen. Dieser Schlauch wird mittels eines Hebelstecknippels am Entlüfterventil des Nehmerzylinders
gesteckt und verriegelt. Die alte Bremsflüssigkeit wird zuvor aus dem Ausgleichsbehälter abgesaugt.
Danach wird die Entlüftung bzw. Befüllung von unten nach oben vorgenommen.
Weitere Adapter sind für sämtliche Fahrzeuge lieferbar!
Zur allgemeinen Beachtung
Sollte sich nach dem Entlüftungs- oder Bremsflüssigkeitswechsel-Vorgang herausstellen, daß der Betätigungs-
weg am Brems- bzw. Kupplungspedal zu lang oder der Druckaufbau zu "weich" ist, so muß nach mehrmaliger
kräftiger Betätigung der Brems- oder Kupplungsanlage erneut ein Entlüftungsvorgang durchgeführt werden.
Den richtigen Arbeitsdruck einstellen
Werkseitig ist der Druckminderer auf einen Arbeitsdruck von 2 bar eingestellt. Dadurch ist gewährleistet, daß
beim Entlüftungs- oder Bremsflüssigkeitswechsel-Vorgang über den Ausgleichsbehälter dieser nicht verformt
wird und dadurch keine Undichtheiten an der Sekundärmanschette auftreten. Ein Entlüften bzw. Bremsflüssig-
keitswechsel mit einem niedrigeren Arbeitsdruck (wie es bei einigen Fahrzeugtypen erforderlich ist) ist ohne
weiteres möglich. Dazu muß die Druckminderer-Regulierdrehkappe herausgezogen und durch Drehen auf den
jeweils gewünschten Arbeitsdruck eingestellt werden. In einigen wenigen Ausnahmefällen wird auch ein höhe-
rer Arbeitsdruck erwünscht.
Folgende Sicherheitshinweise sollten zu den bereits in der Betriebsanleitung aufgeführten Punkten beachtet
werden:
1. Diese Sicherheitshinweise sind für den gefahrenfreien Betrieb grundsätzlich immer zu beachten.
2. Vor jeder Benutzung das Gerät einer optischen Prüfung auf Beschädigung unterziehen. Defekte Geräte
nicht verwenden und von autorisierten Fachkräften instandsetzen lassen.
3. Das Gerät nur gemäß der vorliegenden Betriebsanleitung verwenden (siehe Inbetriebnahme).
4. Das Gerät nur für den vorgesehenen Zweck - Wartung von hydraulischen Bremsenanlagen und
Kupplungsbetätigungen - verwenden. Niemals andere Behälter entleeren oder befüllen!
5. Das Gerät ausschließlich mit den vorgesehenen Bremsflüssigkeiten, z.B. DOT3, DOT4, DOT5, befüllen.
Niemals andere Flüssigkeiten (Kraftstoffe, Lösemittel, Motoröl etc.) einfüllen.
6. Persönliche Schutzausrüstung gemäß Angaben der Betriebsanweisung des Füllmediums verwenden. Bei
Kontakt mit dem Füllmedium die in der Betriebsanweisung beschriebenen Maßnahmen durchführen.
7. Äußerlich verschmutzte Geräte reinigen. Auf dem Gehäuse dürfen keine Rückstände brennbarer
Flüssigkeiten verbleiben.
8. Gerät nicht mit Hochdruckreiniger reinigen!
9. Keine öl-, kraftstoff- oder lösemittelgetränkten Lappen auf das Gerät legen.
10. Nur das jeweils passende Zubehör (z.B. Entlüfterstutzen) laut Herstellerangaben verwenden
(siehe Übersichtsliste)
11. Die Anweisungen des jeweiligen Fahrzeugherstellers beachten.
Um die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Gerätes zu erhalten, wird empfohlen, das Gerät einer regelmäßigen
Wartung durch Fachpersonal zu unterziehen.
Um eine umweltgerechte Entsorgung des Altmediums zu gewährleisten, wird empfohlen, ein geschlossenes
Bremsflüssigkeits-Entsorgungs-System zu verwenden!
Achtung:
Das Gerät darf nicht mit brennbaren Reinigungsmittel gereinigt werden!
Achtung:
Die Netzanschlussleitung darf nur vom Hersteller oder seinem Kundendienst,
der normalerweise mit Sonderwerkzeugen ausgestattet ist, ausgewechselt werden!
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